Expertin Beatrice Poschenrieder beantwortet Eure Fragen!

Samstag, Juli 17, 2010 @ 03:07 PM  stk

Unsere Autorin Beatrice Poschenrieder ist Partnerschafts-/ Sexberaterin und -Therapeutin in Berlin. Sie hilft ihren Klienten auch im ganzen deutschsprachigen Raum per Telefon und Email, schreibt Bücher zu diesen Themen und tritt oft im Fernsehen als „Expertin“ auf. Nebenbei macht sie seit 1999 Liebes- und Erotik-Kummerkästen im Internet, wo sie bisher rund 17.000 Emails erhalten und über 14.000 beantwortet hat, sodass sie einen sehr umfassenden Überblick hat, wo es in den Betten (und anderswo) so hakt.

Beatrice beantwortet auch Eure Fragen zu den Themen Liebe und Sexualität! Schickt einfach eine Email mit Eurem Problem an kontakt@missima.de!

Kürzlich ist ihr Buch „Sex für Faule und Gestresste. So holen Sie mehr aus Ihrem Liebesleben – mit weniger Aufwand“ (Edition Winterwork, 9,90 Euro) erschienen. Es ist ein „book on demand“, d.h. Ihr könnt es im Buchhandel bestellen und innerhalb weniger Tage druckt der Verlag Eure Ausgabe und sendet sie Euch zu. Oder Ihr bestellt es direkt bei Beatrice, die fertige Ausgaben auf Vorrat hat und portofrei versendet (info@beatriceposchenrieder.de).

Im Extra-Frauen-Teil des Buches erklärt Beatrice  „Die 10 Zauberstrategien, um das Beste aus Ihrem Schatz zu holen“. Hier gibt es einen Auszug aus dem Buch. Das Thema: “Er ist so wenig experimentierfreudig!”

Weitere Bücher von Beatrice Poschenrieder sind unter anderem „Stöhnst du noch oder kommst du schon – Der sichere Weg zum Orgasmus“, „Mister Aussichtslos – 12 Männertypen, die Sie sich sparen können“, „Der beste Sex aller Zeiten“ und „Wer rettet die Liebe?“

Infos zur Autorin, ihrer Arbeit und ihren Büchern auf  www.liebesberaterin.de

Unsere Autorin Beatrice Poschenrieder ist Partnerschafts-/Sexberaterin und -Therapeutin in Berlin, hilft ihren Klienten auch im ganzen deutschsprachigen Raum per Telefon und Email, schreibt Bücher zu diesen Themen und tritt oft im Fernsehen als „Expertin“ auf. Nebenbei macht sie seit 1999 Liebes- und Erotik-Kummerkästen im Internet, wo sie bisher rund 17.000 Emails erhalten und über 14.000 beantwortet hat, sodass sie einen sehr umfassenden Überblick hat, wo es in den Betten (und anderswo) so hakt. Demnächst können Sie Beatrice auch Fragen zu Liebe und Sex stellen!

Hier ein Ausschnitt aus ihrem soeben erschienenen Buch „Sex für Faule und Gestresste. So holen Sie mehr aus Ihrem Liebesleben – mit weniger Aufwand“ (Edition Winterwork, 9,90 Euro). Es ist ein „book on demand“, d.h. Sie können es im Buchhandel bestellen und innerhalb weniger Tage druckt der Verlag Ihre Ausgabe und sendet sie Ihnen zu. Oder Sie bestellen es direkt bei Beatrice, die fertige Ausgaben auf Vorrat hat und portofrei versendet (info@beatriceposchenrieder.de).

(Erläuterung: Im Extra-Frauen-Teil des Buches erkläre ich erst einmal „Die 10 Zauberstrategien, um das Beste aus Ihrem Schatz zu holen“ – nun zeige ich an einem Beispiel, wie frau ein paar der Strategien einsetzen könnte…)

“Er ist so wenig experimentierfreudig!”

Laura (30) berichtete mir: Mein Freund und ich, wir verstehen uns wirklich gut. Und ich finde ihn sexy. Könnte also bestens sein. Mein Problem: Sexuell ist er ziemlich schlaftablettig, hat wenig Motivation. Zu 90 Prozent muss ich anfangen und dann läuft es meistens nach demselben Schema ab, weil er nicht sehr offen für Neues ist, und er selbst bringt nichts ein. Wenn ich nicht immer anfangen würde, hätten wir vielleicht einmal im Monat Sex (jetzt ist es ca. einmal die Woche). Ich verstehe das nicht. Er ist in so vielen Bereichen kreativ. Im Sexuellen leider nicht!

Ich bin da komplett anders. Auf guten Sex hab ich immer Lust, auf Experimentieren und Abwechslung (Sex im Freien, oral, anal usw.). Oft habe ich versucht, ihm meine Ideen schmackhaft zu machen. Wenn ich z.B. vor ihm strippe, findet er das höchstens niedlich, naja und da fühle ich mich nicht gerade erotisch anziehend, obwohl ich ganz passabel aussehe. Ich würde ihn am liebsten in eine “Liebesschule” schicken, aber selbst für erotische TV-Sendungen oder Zeitschriften interessiert er sich nicht. Er besteht auf seinem Kuschelsex… das macht mich sehr unglücklich.

Ich fragte sie:

“Ist dein Freund sehr gläubig oder sehr moralisch?”

Nein.

“Was ist mit ‘Handeln statt Reden’, also dass du deine Sonderwünsche einfach in die Tat umsetzt?”

Das tu ich zum Teil ja schon. Wenn, dann wird es meist sehr aufregend und macht uns beiden richtig Spaß.

“Das klingt doch gut – warum belässt du´s nicht einfach dabei? Du bringst halt die Ideen ein, aber er zieht ja mit.”

Mir fehlt der Antrieb, weil die Lust fehlt – erstens weil mich eben dieser immergleiche Sex nicht so motiviert. Zweitens, ich will auch mal von ihm verführt oder “genommen” werden! Ich fühle mich nicht begehrt von ihm, und das nimmt mir die Lust – und noch mehr, weil ich gern hätte, dass ER auch mal ein paar Ideen mit einbringt. Das habe ich ihm auch schon gesagt. Er meint ja selber, dass es ihm manchmal zu eintönig ist, aber andere Vorschläge macht er auch nicht. Er mag eben lieber Kuschelsex und das reicht ihm.

“Ist er wenigstens schön zärtlich zu dir?”

Ja, er ist sehr zärtlich, aber auch hier geht er mir zu wenig ran.

“Was wäre, wenn dein Freund jetzt öfter experimentieren wollte oder mit Sonderwünschen käme – wärst du für alles offen?”

Ich denke, ich bin für fast alles offen, wenn er´s vorher mit mir abspricht.

“Wie wär´s mit der Strategie ‘Nichts tun und abwarten’?”

Hab ich gemacht. Dann fängt ER immer wieder an: „Wir könnten ja, ich würde gern, wir haben schon lange nicht…” Und was macht er? NICHTS!!! Er wartet, dass ich die Initiative ergreife!!

“Naja, aber ich meine auch: Klar ansagen, dass er beim nächsten Mal dran ist, was Neues einzubringen, und dann in Ruhe abwarten, was kommt.”

Da kann ich mich schwarz warten.

“Wie wär´s, wenn du dein großes Ziel – er soll mehr sexuelle Motivation aufbringen – in kleine Unterziele aufteilst? Zum Beispiel habt ihr ja nicht mal Oralsex. Du könntest ihm knapp, einfach und freundlich sagen, was er tun soll.”

Ich hab ihm mal gesagt, wie ich´s gerne hätte, aber irgendwie stellt er sich ungeschickt an; ich habe manchmal das Gefühl, als hätte ich eher einen 18- als einen 31-jährigen vor mir. Zusätzlich törnt es mich sehr ab, ihm ständig sagen zu müssen, was und wie ich es gern hätte.

“Aha! Es könnte sein, dass er so ‘unmotiviert’ ist, weil er von dir öfter negative, genervte, kritische Reaktionen kriegt! Ich vermute, du machst keinen Hehl draus, dass er ungeschickt ist. Wie´s scheint, wünscht ja auch er sich mehr Abwechslung, aber irgendwas bremst ihn. Hat er Angst, dass seine Vorstöße dir missfallen könnten – weil du so anspruchsvoll bist oder öfter mal unwirsch reagierst?”

Weiß nicht. Vielleicht. Aber soll ich mich etwa verstellen?

“Wenn du endlich was ändern willst, musst du deine Einstellung und deinen Umgang mit ihm ändern. Du solltest ungeschicktes Verhalten ignorieren und jegliche Eigeninitiative von ihm belohnen. Auch wenn sie nicht nach deinem Geschmack ist!”

Kannst du mir das genauer erklären?

“Mein Exfreund ließ sich auch nie was einfallen, wie er unser Liebesleben abwechslungsreicher gestalten könnte – er beschritt lieber bewährte Wege und überließ alles Neue mir. Als ich ihm irgendwann sagte, dass ich mir mehr Ideen von ihm wünsche, brachte er einige Tage später ein Rosenöl und massierte mich damit. Sein Pech war nun, dass dieser Rosengeruch für mich ’stank’ und mir die Lust eher verdarb; also ging ich danach duschen, kuschelte noch ein wenig mit ihm und das war´s. Was er daraus lernte, war, dass seine Neuerungen bei mir nicht ankamen, und daraufhin ließ er´s wieder. Ich hätte ihm eine Belohnung in SEINEM Sinne geben sollen, etwa einen ausgedehnten Blowjob. Und ihm hinterher sagen sollen, dass das Rosenöl zwar nicht so mein Ding war, aber ich es toll fand, dass er mal was Neues einbrachte.

Ähnliches gilt für den Punkt ‘den Anfang machen’: Dein Freund hat auch dabei ‘gelernt’, dass seine Initiative allzuoft von dir nicht gewürdigt wird. Dazu kommt, dass auch du aufgehört hast, ihn als ‘Sexobjekt’ zu betrachten. Welche Ansätze gibt es, das zu ändern? Unter anderem mit der Taktik ‘So tun als ob’: Etwa dich verhalten wie am Anfang, als ihr beide frisch verliebt wart und du ihn sehr begehrt hast. Und du solltest einfach davon ausgehen, dass er dich begehrt (aber eben durch deine erfahrene und forsche Art verunsichert ist).

Ferner solltest du ihm haarklein beibringen, was er tun soll, damit du dich begehrt fühlst. Und deine Lust und Sexaktivität nicht allzu sehr von ihm abhängig machen, also auch nicht immer erwarten, dass er in deinem Sinne reagiert.”

Ich empfahl Laura auch einen kleinen Ansatz aus Teil 2: Sie könnte erst mal rausfinden, worin genau seine Sexualität und seine Vorlieben bestehen! Er soll seine Wünsche frei äußern sowie eine Liste schreiben mit seinen Ideen. Und wenn er etwas davon mit ihr umsetzt, muss sie ihm dafür ganz viel positives Feedback geben.

Jedoch reicht das auf Dauer nicht, um einen Mann sexuell gebefreudiger zu machen. Superwichtig ist auch: eine konkrete greifbare Belohnung!

RETOURKUTSCHE: BELOHNUNG IST DIE HALBE MIETE

Sie mögen langes Streicheln, Massagen, ausgedehnte Finger- oder Zungenspiele, aber haben ein schlechtes Gewissen, wenn Sie nicht so viel zurückgeben? Keine Sorge! “Einen Mann stören körperliche Anspannung und Aktivität nicht. Im Gegenteil, sie können sogar seine Lust erhöhen”, sagt Prof. Gerti Senger. Sprich, für die meisten ist es durchaus okay, im Bett der aktivere Part zu sein – es sei denn, es kommt kaum was zurück. Aber wer sagt denn, dass er genau das Gleiche in Retour erwartet? Im Gegensatz zu uns Frauen, die wir Umwege mögen, bevorzugt der gemeine Mann beim Sex eher den direkten Weg. So jemandem bringt viertelstündiges Rückenstreicheln oder Nackenknabbern eventuell gar nicht so viel, sondern dass Sie sich unverzüglich seinen anderthalb bis drei erogenen Zonen zuwenden. Anders gesagt: Geben Sie ihm nicht das, was SIE gern hätten oder was ihm Ihrer Meinung nach gefallen sollte, sondern was ER mag! Was bedeutet, dass Sie sicherheitshalber erst mal nachfragen sollten, was das ist.

Der Blowjob steht, wie wir alle wissen, ganz oben auf der männlichen Wunschliste. Fast genauso schön kann sich für Männer gut gemachte Handarbeit anfühlen (dazu gibt es später eine Anleitung). Wie – Sie finden das auch mühsam? Aber was sind schon fünf Minuten, nachdem er sich eine Stunde lang Ihrem Körper gewidmet hat! Und es sind meist nur fünf Minuten, wenn Sie seine Vorlieben genau kennen.

Sie können natürlich auch ganz offen Deals anbieten à la “Wenn du mich eine Stunde streichelst, geb ich dir xy.”

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Weitere Bücher von Beatrice Poschenrieder sind unter anderem „Stöhnst du noch oder kommst du schon – Der sichere Weg zum Orgasmus“, „Mister Aussichtslos – 12 Männertypen, die Sie sich sparen können“, „Der beste Sex aller Zeiten“ und „Wer rettet die Liebe?“

Infos zur Autorin, ihrer Arbeit und ihren Büchern auf www.liebesberaterin.de

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