Interview mit Jennifer Weist, Sängerin von Jennifer Rostock

Mittwoch, März 10, 2010 @ 11:03 AM  ak

Jennifer Weist, die Sängerin der Band „Jennifer Rostock“, nimmt kein Blatt vor den Mund-nicht im Leben und nicht in ihren Songtexten.Auf der Bühne zeigt sich die 23-Jährige gerne lasziv und offen. Doch wie steht sie zu ihrem Image als Sexsymbol? Im Interview mit missma verrät sie, warum sie Frauenpornos nicht mag und wie ein Mann sein muss, um sie zu erobern.

missima: Am 12. März beginnt in Potsdam eure „Filmriss-Tour“. Wie bereitet ihr euch für die Tour vor, außer mit Proben?

Jennifer: Nicht so viel! Wir bereiten uns im Prinzip gar nicht drauf vor. Das ist so Jennifer Rostock … – Alle haben immer keine Zeit.Wir haben zwei Probetage, a 3 Stunden. Und dann muss es halt klappen!

missima: Dann wird es auf den Konzerten sicherlich einige Überraschungen geben.

Jennifer: Ja, die gibt es öfter Mal. Wir proben halt nicht alles. Mal gucken, was passiert.

missima: Ihr seid ja dann knapp vier Wochen unterwegs. Wie viele Klamotten nimmst du mit?

Jennifer: Gar nicht so viele. Ich ziehe auf der Bühne ja nicht meine eigenen Sachen an. Ich habe ein Kostüm, das ich jeden Tag anziehe – deswegen stinkt es auch. Das ist so richtig ekelhaft! Ich habe das schon so oft angezogen und Febreze drauf gesprüht, dass es nach Pisse riecht! Wenn ich das anziehe, ist es voll ekelig. Aber nach zwei Songs schwitze ich eh und dann merke ich es gar nicht mehr.

missima: Am 14. Mai kommt eure neue Single „Irgendwo anders“ raus. Bereits ab 10. März kann man sich das Video dazu anschauen (Anm.d.R.: Link zum Video). Es ist sehr schön, hat auch ein paar sehr erotische Aufnahmen!  Hat Dir der Dreh der Szenen Spaß gemacht?

Jennifer: Ja, der hat Spaß gemacht. Ich durfte ja schon im ersten Video „Kopf oder Zahl“ rumknutschen. Ich hatte damals noch einen Freund, das war natürlich ein bisschen doof. Es hat aber trotzdem Spaß gemacht! Es war damals ein recht cooler Typ gewesen – diesmal auch. Ich kann mich also nicht beschweren.

missima: Wie ist das für dich, wenn du dich in so einem intimen Moment siehst? Manche Menschen hätten damit bestimmt ein Problem.

Jennifer: Ich wusste ja vorher, was passieren wird. Man sieht ja auch nichts außer meinen Rücken. Ich würde nie meine Titten zeigen, außer ich bekomme dafür 20.000 Euro vom Playboy. Aber ansonsten habe ich damit kein Problem. Ich bin ja auch auf der Bühne ziemlich freizügig. Ich knie auch gerne auf einem Podest und bewege mich da lasziv und mache auch gerne meine Beine auseinander und finde es lustig, wenn die Leute dann gucken, ob sie was sehen.

missima: Das heißt, du kannst auch gut mit deinem Image als Sexbombe leben?

Jennifer: Schön wär’s! Ich glaube, ich habe eher das Image, laut, zickig und arrogant zu sein.

missima: Den Eindruck machst du aber gar nicht!

Jennifer: Nein, so bin ich auch gar nicht. Ich bin eigentlich noch so, wie damals, als wir angefangen haben. Ich habe auch viele alte Freunde, die dann sagen würden: „Nö, Jennifer, ist nicht mehr so geil mit dir!“.

missima: Klar, das braucht man natürlich, wenn man mal doch ein bisschen abhebt.

Jennifer: Ja, dafür ist auch die Band da. Wir haben uns gegenseitig.

missima: Du scheinst ja sehr offen zu sein. Gehst du auch auf Männer zu oder lässt du dich lieber erobern?

Jennifer: Also als ich nach Berlin gekommen bin, hatte ich eine Phase, in der ich ziemlich viel rumge… habe. Da war mir das ziemlich egal. Wenn mir derjenige gefallen hat, habe ich ihn auch angequatscht.

missima: Quasi so eine Art Entdeckungsphase?

Jennifer: Ja genau. Ich komme von der Insel Usedom und plötzlich waren hier in Berlin so viele Männer, die ich alle entdecken wollte.

missima: Und wie muss der Typ Mann sein, damit du ihn ansprichst?

Jennifer: Das muss halt schon ein Mann sein! Der muss aussehen, wie ein Mann und nicht wie ein Junge. Ich will keine Jungen mehr. Ich bin es leid. Ich habe mein ganzes Leben lang Jungs gehabt. Wenn wir auf Tour sind, gibt es ja auch manchmal ein paar Jungs. Aber es tut mir Leid, ich kann mit denen nichts anfangen. Ich brauche einen älteren Mann, so um die Dreißig. Ich möchte einen Mann, der mich im Bett auch mal hochheben kann. Ich habe ganz viel Jungs in meinem Leben entjungfert und das reicht jetzt auch.

missima: Guckst du eigentlich Frauenpornos?

Jennifer: Gibt es so etwas? Meinst du solche Filme mit Handlung? Ich finde gut, wenn Pornos eine Geschichte haben, wenn kurz geredet und dann gepoppt wird. Das ist besser als wenn der der Mann einfach in den Raum kommt und die Frau sagt: „Oh ja, hol ihn raus!“. Ich finde Rollenspiele gut und wenn mehr als zwei Leute involviert sind. Mit zwei Leuten ist es mir zu langweilig. Das kann ich auch zu Hause haben. Ich glaube, ich habe in meinem Leben viele Pornos gesehen. Ich finde es immer lustig, dass Männer es gut finden, wenn Frauen mit einander was haben. Frauen finden das ja eher langweilig, wenn sie nicht lesbisch veranlagt sind.

Ich finde Frauen sehr ansehnlich. Körperlich sogar schöner als Männer. Aber ich stehe überhaupt nicht drauf, wenn in Pornos Frauen etwas miteinander haben. Ich finde Frauen nicht sexuell attraktiv und deswegen finde ich das super langweilig. Es gibt auch viele Männer, die nicht darauf stehen. Ich kenne auch Männer, die gerne mal einen Dreier mit einem Mann hätten – auf solche Männer stehe ich dann!

missima: Und wenn ihr auf Tour seid? Guckt ihr da auch mal Pornos?

Jennifer: Also wenn die Jungs besoffen sind, dann ja! Wir müssen auch manchmal Schwulen-Pornos gucken, weil Joe ist ja schwul.

missima: Vielen Dank Jennifer für das offene Gespräch!

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Daniel von Bakkushan im Interview

3 Kommentare zu “Interview mit Jennifer Weist, Sängerin von Jennifer Rostock”

  1. Anja sagt:

    Ach, Jennifer…schön war es in Potsdam beim Tourauftakt…auch auf der Bühne ist sie so herrlich…unverblümt :-)

  2. Paul sagt:

    ich war auch beim tourauftakt dabei – sie war soooooooo cool. unglaublich die frau.

  3. Pete sagt:

    Na, ganz schön schlampig, die Gute… In paar Jahren verbraucht. Sorry, aber is so.