SELBST und STÄNDIG – Tipps für Existenzgründerinnen
Anzeige
Zahlreiche Frauen haben sich bereits mit viel Energie und Kompetenz eine eigene Existenz aufgebaut. Dabei hat sich erwiesen, dass insbesondere diejenigen Existenzgründerinnen erfolgreich sind, die sich auf den Schritt in die Selbständigkeit gut vorbereiten. Dazu gehört neben einer vernünftigen Selbstorganisation unbedingt eine realistische Einschätzung der Marktchancen für das Produkt oder die Dienstleistung, die man anbieten möchte, sowie ein Finanzkonzept, das auf realistischen Annahmen basiert. Wenn Frauen, die sich selbständig machen möchten, dabei ein paar grundlegende Regeln und Tipps beachten, kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen.
Eine gute Selbstorganisation
Man kann nur erfolgreich selbständig sein, wenn man in der Lage ist, diszipliniert zu arbeiten und konsequent seine Pläne in die Tat umzusetzen. Wer schon als Angestellter Schwierigkeiten hat, systematisch Aufgaben abzuarbeiten und Termine einzuhalten, sollte lieber die Finger von der Selbstständigkeit lassen. Wenn man diesbezüglich keine Probleme hat und fest entschlossen ist, sich seine eigene Existenz aufzubauen, sollte man sich auf jeden Fall einen genauen Plan machen, wann welcher Schritt zu erledigen ist. Selbstverständlich gehört dazu auch ein überzeugendes Auftreten gegenüber potentiellen Kunden und vor allem bei Treffen mit Bankvertretern. Dabei sollte man möglichst professionell wirken, indem man auch auf Äußerlichkeiten wie ein gepflegtes Erscheinungsbild und schöne Mappen für Präsentationen achtet.
Ein gründliche Marktanalyse
Die Gründung einer eigenen Existenz macht nur dann Sinn, wenn es tatsächlich ausreichende Vertriebschancen für das geplante Angebot gibt. Oftmals sind Existenzgründerinnen diesbezüglich viel zu optimistisch und planen mit völlig überzogenen Verkaufs- und Umsatzzahlen. Der schönste Business-Plan wird bei seiner Umsetzung wie ein Kartenhaus in sich zusammen fallen, wenn hier unrealistische Zahlen zugrunde gelegt werden. Wer sich unsicher ist, ob er mit seinen Absatzannahmen richtig liegt, sollte die Hilfe von Experten in Anspruch nehmen. Die ortsansässige IHK oder Handwerkskammer sind gerne bereit, Kontaktdaten von entsprechenden Fachleuten zur Verfügung zu stellen.
Ein solides Finanzkonzept
Die beste Idee mit hervorragenden Marktchancen ist zum Scheitern verurteilt, wenn die Finanzierung nicht passt und das Geld ausgeht, bevor die ersten Erfolge eintreten. Deswegen kommt einer vorsichtigen und äußerst gründlichen Finanzierungsplanung größte Bedeutung zu. Existenzgründerinnen machen nichts falsch, wenn sie Umsätze sehr vorsichtig, alle Kosten aber eher hoch ansetzen. Ein Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer kann derartige Planrechnungen auf Plausibilität prüfen und eventuelle Schwachstellen aufzeigen. Banken verlangen vor der Vergabe von Krediten, dass ihnen überzeugende Planrechnungen für die Existenzgründung vorgelegt werden, die mindestens einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren umfassen. Diese Kalkulationen sollten selbstverständlich fehlerfrei sein und auch formellen Ansprüchen gerecht werden, so sollten sie zum Beispiel in ansprechenden Mappen für Präsentationen überreicht werden. Übrigens wird ein Finanzkonzept nicht in erster Linie für die Bank erstellt und kann nach der Genehmigung des Kredites dann wieder in irgendeiner Schublade verschwinden. Es stellt vielmehr eines der wichtigsten Planungs- und Steuerungsinstrumente für ein Unternehmen dar. Deswegen sollten monatliche Soll-Ist-Analysen durchgeführt werden, bei denen untersucht wird, welche Gründe es für mögliche Abweichungen gibt. Nicht zuletzt sind Gründerinnen auch gut beraten, wenn sie sich schon vor der Aufnahme ihrer selbständigen Tätigkeit genau überlegen, wie sie im Notfall eventuell auftretende Finanzierungslücken schließen können, damit diese nicht sofort zu einer Existenzbedrohung werden.
Foto: sxc.hu, borissey
Letzte Kommentare