Sex für Faule und Gestresste: Reizende Stellungen
Die Sexualberaterin und Buchautorin Beatrice Poschenrieder verrät in ihrem neuen Buch „Sex für Faule und Gestresste“ unter anderem, wie Sie möglichst viel aus dem Akt herausholen (und aus ihrem Partner!), ohne sich anstrengen zu müssen.
Am 14.01.2011 ist die Autorin zu Gast in der Urania in Berlin. In ihrem Vortrag mit anschließender Diskussion spricht sie darüber, wie Paarbeziehungen trotz Stress und Überlastung funktionieren können.
Heute: Reizende Stellungen
Sind Sie auch so oft zu gestresst oder zu schlapp für Sex? Obwohl Ihnen durchaus bewusst ist, wie gesund er ist, auch für die Partnerschaft. Stimmt ja auch: Sich in Form zu halten und überhaupt den Alltagswahnsinn zu überleben, ist anstrengend genug – da wollen sich viele nicht auch noch im Bett verausgaben. Das Blöde ist bloß, dass das immer öfter für Frau und Mann gilt, sodass letztlich kaum noch was stattfindet. Schade!
Aber wir Frauen hätten ja eigentlich noch lieber, dass sich unser Schatzi durchaus “Sex Beine ausreißt”, während wir uns einfach bedienen lassen. Das ist keineswegs nur Trägheit, sondern vielmehr unsere Natur: Erstens, bei uns stellt sich nicht so leicht Erregung und Orgasmus ein wie beim Mann – wir brauchen also mehr Zuwendung. Zweitens können die meisten von uns den Akt intensiver genießen, wenn sie selbst nicht allzu viel machen müssen. Es wird zwar oft behauptet, dass Frauen multitaskingfähig seien, also mehrere Dinge gleichzeitig können, aber beim Paaren gilt das nicht wirklich: Die meisten Frauen können nicht mehr so gut spüren und genießen, wenn sie im Bett zu viel eigene Action vorlegen.
Beispiel: Selbst Frauen, für die der Cunnilingus normalerweise ihr Königsweg zum Gipfel ist, haben Probleme, bei einem 69er zu kommen, weil sie vor lauter Oral-Ausübung nur noch halb mitkriegen, was ihr Liebhaber da unten macht…
Kurzum, wir Frauen haben gewissermaßen ein angeborenes Recht, horizontal viel weniger zu tun als der Mann. Und trotzdem, verehrte Freundinnen der Passivität, kann sich fast keine von uns vorbehaltlos dem süßen Nichtstun hingeben: Fordern Männer nicht dauernd mehr sexuelle Aktivität und Initiative von den Frauen? Schneidet so eine heiße Hexe nicht viel besser ab als die träge Transuse? Und wird der Liebste nicht auf Dauer unwirsch, wenn er “die ganze Arbeit” machen muss? Oder stellt gar irgendwann seine Bemühungen ein?
Reizende Stellungen
Da Ihr Partner auch zur Faulheit neigt und Sie zum “Reiten” beschwatzen will, wo Sie sich doch alles nach Bedarf einrichten könnten, erwidern Sie natürlich nicht, dass Ihnen das zu viel Ackerei ist. Sondern Sie sagen etwas wie: “Da fehlt doch der Reiz des Unerwarteten, weil mein Gehirn schon weiß, was kommt. Wenn du mich streichelst, fühlt sich das ja auch x-mal schöner an als wenn ich mich selbst streichle. Außerdem rockst du viel besser als ich, mein King of Popp”.
Sollte er trotzdem meutern, animieren Sie ihn zu Stellungen, die beiden viel Reizung und Ihnen “Low Impact” ermöglichen. Das sind vor allem solche, in denen Sie die Beine zusammen haben: Nehmen Sie im Missionar einen oder beide Schenkel nach innen. Das klappt auch in der Hunde-Stellung (die für Männer zugleich optisch sehr reizvoll ist). Falls Sie dabei sogar zu schlaff sind, sich mit den Armen abzustützen, dann legen Sie sich flach auf den Bauch und packen ein Polster oder zwei Kissen unter Ihre Hüfte: da ist die Vagina hoch genug, dass Sie nicht den Rücken durchbiegen müssen. Oder Sie begeben sich so an die Bettkante, dass Ihre Knie auf dem Boden und der Oberkörper auf der Matratze sind. Werfen Sie zuvor rasch die Bettdecke auf den Boden, damit Sie beide weich knien.
Auch “Löffeln” ist fein für faule Frauen, vor allem morgens, weil sie da nicht mal aufstehen müssen, um die Zähne zu putzen. Und wenn er Sie doch einmal in die Reiterstellung hievt, weil er den Ausblick auf Ihre Brüste liebt: Weisen Sie Ihrem Panda-Pascha an, dass er seine Hände an Ihre Hüften legen und Sie hin und her rütteln soll. Oder setzen Sie statt Ihren Bein- und Rücken- Ihre Scheidenmuskeln ein, um interne Turbulenzen zu erzeugen.
© Beatrice Poschenrieder
Noch viel mehr Tipps und vor allem wertvolle Hintergrund-Infos finden Sie im Buch „Sex für Faule und Gestresste“ (Edition Winterwork, 9,90 Euro – zu bestellen im Buchhandel oder über www.liebesberaterin.de).
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hihihihi, ja das ist schon mal ein guter tipp…
Das Buch ist der Hit..lesen..lachen..nachmachen..einfach supi