Der Staubwedel zur Erfüllung
Filmkritik: In guten Händen
Hat uns das nicht alle schon mal interessiert? Wie wurden die Frauen im viktorianischen England sexuell befriedigt? Und wann wurde eigentlich der Vibrator erfunden? Dass es zwischen diesen beiden Fragen ein Zusammenhang gibt, zeigt Tanya Wexlers neuer Film “In guten Händen”.
“In guten Händen”- Romantikomödie rund um die Erfindung des Vibrators
Im Zeitalter der großen Erfindungen macht sich ein Mann daran, ein Heilmittel zu finden für das Leiden der Frauen… und elektrisierte ganz nebenbei unser aller Liebesleben!
Um 1880 befindet sich die viktorianische Prüderie auf dem Höhepunkt, während gleichzeitig die Elektrizität ihren Siegeszug beginnt. In London ist derweil der leidenschaftliche junge Arzt Mortimer Granville (HUGH DANCY) auf der Suche nach einem neuen Job und stößt dabei auf Dr. Robert Dalrymple (JONATHAN PRYCE). Als Hysterie- und vermeintlicher Frauen-Experte hat er es mit einer stetig steigenden Zahl von Patientinnen zu tun. Zur Heilung legen Dalrymple und sein junger Kollege an ziemlich intimen Stellen Hand an – und haben damit durchschlagenden Erfolg.
Als er in beiden Händen von Krämpfen geplagt wird, findet Mortimers medizinische Laufbahn genau wie seine Verlobung mit der jüngeren Tochter seines Chefs (FELICITY JONES als Emily), ein im wahrsten Sinne des Wortes unbefriedigendes Ende. Um eine schnelle Lösung zu finden, tut er sich mit seinem alten Freund und Wissenschaftler Edmund St. John-Smythe (RUPERT EVERETT) zusammen.
Die Elektrizität hat ihre ganz eigene Faszination und beflügelt Mortimer schließlich zur Erfindung des Vibrators. Somit erweist er nicht nur seinen hysterischen Patientinnen, sondern auch der sexuellen Befreiung der Frau im Allgemeinen einen großen Dienst. Und es dauert nicht lange, bis auch zwischen ihm und Emilys fortschrittlicher Schwester Charlotte (MAGGIE GYLLENHAAL) die Funken sprühen.
Deutscher Kinostart: 22.Dezember 2011
Quelle: Senator Film
PorYes-Award wird in Berlin verliehen
Von wegen es geht nur schmutzig: Porno ist schon längst nicht mehr gleich Porno. Zahlreiche Regisseure und vor allem Regisseurinnen produzieren erotische – und ja: auch pornografische – Filme, die errgend, unterhaltsam und anspruchsvoll sind. Mit einer Auszeichnung wird am 15. und 16. Oktober 2011 dieser Entwicklung angemessen Rechnung getragen.
An diesem Wochenende wird in Berlin die “Auster” an sex-positive Produktionen und Personen verliehen, die sich die respektvolle Darstellung von Sexualität zum Ziel gesetzt haben.
PREISVERLEIHUNG mit “PorYes – Was ist Feministische Pornographie?”, Filmausschnitten aus den prämierten Produktionen und Porno-Pionierinnen.
15.10.2011, 20h: Hackesche Höfe Kino, Rosenthalerstr.40/41, Berlin-Mitte.
PARTY mit Performances, Verleihung des Publikumspreises und Filmausschnitten auf 360°-Panorama-Leinwand.
15.10.2011, 22h: Homebase, Köthenerstr.44, Berlin / Potsdamer Platz.
16.10.2011, 16:30h: Podiumsdiskussion “Pornokratie”, Moderation: Christine Lang, Hackesche Höfe Kino, Rosenthalerstr.40/41, Berlin-Mitte.
VORFÜHRUNGEN zum Publikumspreis im PorYes-Salon: www.sexclusivitaeten.de
KARTEN VORVERKAUF und Infos: www.poryes.de/tickets
Free-TV-Premiere: BEDWAYS
Für Spiegel Online war BEDWAYS der “Aufregendste deutsche Film des Jahres (2010)”. Die Mischung aus Sex, intellektuellem Diskurs über das Begehren und die Factory-artige Filmlocation in Berlin-Mitte, die Anleihen des Filmes in der Kunstwelt, machten den Film zum einem der Gesprächsthemen der letzten Monate.
Der unabhängig produzierte (ohne Produktionsförderung, ohne TV-Beteiligung) zweite Spielfilm von Regisseur RP Kahl hatte seine Premiere als Abschlussfilm der “Perspektive deutsches Kino” der Berlinale 2010 und feierte seine internationale Premiere als Eröffnungsfilm des Wettbewerbes “Perspectives” des als A-Festival kategorisierten Moscow Int’l Film Festival.
Wer mehr zum Inhalt des Films erfahren möchte, kann hier den Beitrag auf missima zum DVD-Start von “BEDWAYS” lesen: HIER KLICKEN!
Free-TV-Premiere
BEDWAYS
ARTE TV, 15. September 2011, 23.25 Uhr
Filmtipp: Frauenzimmer
Das Berliner Kino Moviemento in Kreuzberg präsentiert die spannende Dokumentation „Frauenzimmer“. Der Film erzählt die Geschichte von drei Frauen jenseits der 40, die im ältesten Gewerbe der Welt arbeiten.
Die Regisseurin Saara Aila Waasner porträtiert in ihrem Dokumentarfilm drei Großmütter, die ihr Geld mit Sexarbeit verdienen.
Die drei Berlinerinnen berichten offen und erfrischend ehrlich über ihre Arbeit als Prostituierte. Da ist die ehemalige Sekretärin, Ehefrau und Mutter Christel (59), die mit Ende 40 beschließt, ihre Sehnsucht nach mehr Körperlichkeit in der Prostitution zu stillen. Oder die 49-jährige Paula, die in der DDR als Prostituierte arbeitete, dort in den Knast kam und heute ein kleines Bordell betreibt. Und schließlich die Domina Karolina (64), die erst spät auf den Geschmack des SM kam und doch einsehen muss, dass auch sie irgendwann „in Rente“ gehen muss. Alle drei sehen sich kritisch und selbstironisch, dabei nie als Opfer, sondern als Frauen auf der Suche nach den Antworten auf die großen Fragen des Lebens. Die Regisseurin Saara Aila Waasner präsentiert mit ihren Protagonistinnen drei Frauen, die selbstbestimmt mit der eigenen Sexualität umgehen.
Der Film wird im Rahmen des PornFilmFestivals gezeigt, das im Oktober in Berlin stattfindet.
Frauenzimmer 23. + 24. Juni 2011, 18.30 Uhr
Regie: Saara Aila Waasner
D 2010
74 Min.
dt. OV m. engl. UT
Kino Moviemento
Kottbusser Damm 22
10967 Berlin
Tel.: 030 6924785
Salon-Kino: Nina – Diary of a pornstar
Nina Roberts, französischer Pornostar, schreibt nach 150 Hardcorefilmen einen autobiografischen Roman. Ihr Freund, der Regisseur Thibault Staib begleitet sie.
Nina – Diary of a Porn Star
Als Teenager begreift Sophie, dass Sex Macht ist. Sie glaubt, dass sie alles kriegen kann, wenn sie eines Tages eine Pornodarstellerin ist. Heute ist Sophie 23 und hat in der Rolle ihres Alter Egos Nina Roberts 150 Pornofilme gedreht. Im Gegensatz zu ihrem Freund kennen die Fans ihr Geburtsdatum und bringen ihr Blumen zur Autogrammstunde. Doch der harte Alltag prallt auf ihren Teenagertraum: „Seit meiner Karriere habe ich keine Orgasmen mehr. Das ist normal, man wird zur Maschine.“ Sophie fällt es immer schwerer, in die Rolle der Nina zu schlüpfen. Sie hat einen Verleger für ihr Buch gefunden, in dem sie ihre Geschichte erzählt und verarbeitet. Sie plant ihren Ausstieg aus dem Pornobusiness.
Regisseur Thibault Staib lernt Sophie genau an diesem Punkt ihres Lebens kennen. Mit liebendem Kamerablick versucht er zu verstehen, warum Sophie zur Pornodarstellerin wurde. Und warum sie die jungen Mädchen, die einsteigen wollen ins Business, nicht davon abhält. Er hört zu und beobachtet. Und mit ihm beginnen auch wir zu verstehen: „Das ist ein Job. Das ist Ackerei. Mach die Augen auf!“
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Der Erotische Salon: Salon- Kino
Donnerstag, 12. Mai, 20 Uhr
Eintritt: 10 Euro
Ort: Kino Moviemento, Kottbusser Damm 22, 10967 Berlin (U8-Schönleinstr.)
Kartenreservierung nur auf der Website des Kinos.
Film: Modern Love is Automatic
Das Berliner Moviemento zeigt erneut den Eröffnungsfilm des Porn Film Festivals 2010.
Was tut man, wenn einen der eigene Job als Krankenschwester zu Tode langweilt, man gerade seinen untreuen Freund vor die Tür gesetzt hat und keine Ahnung hat, was man mit dem Rest seines Lebens anfangen soll? Für die frustriert-apathische Lorraine (große Schauspielkunst, nahezu ohne eine Miene zu verziehen: Newcomerin Melodie Sisk!) liegt die Antwort auf der Hand: Man sucht sich einen Nebenjob als Domina! Lorraines ebenso komischen wie berührenden Trip durch eine quietschbunte Kinowelt irgendwo zwischen Douglas Sirk und John Waters setzt Regisseur Zach Clark beeindruckend stilsicher in Szene: eine unterkühlte, melodramatisch-komödiantische NeoWave-PopArt- Kitschfantasie im Retro-Fetischlook.
13. April 2011, 20.00 Uhr
Moviemento
Kottbusser Damm 22
10967 Berlin
030 6924785
Filmtipp: Bedways von RP Kahl
Es gibt ihn noch: Den Traum vom erotischen Film, der ordentlich erregt und gleichzeitig unsere grauen Zellen aktiviert. Filme wie „9 Songs“ oder „Lieb mich“ haben versucht, diesem Anspruch gerecht zu werden und ihren Platz in den Arthouse Kinos gefunden. Leider hat das nicht immer funktioniert und so changieren die meisten erotischen Kunstfilme irgendwo zwischen Drama und Porno und können sich am Ende doch nicht so recht entscheiden. Nicht Fisch, nicht Fleisch: was bleibt ist eine unentschlossene Konstruktion, die weder erregt noch sonderlich anspruchsvoll ist. Die Hoffnung stirbt zuletzt und so überrascht es, dass gerade aus Deutschland ein Film kommt, der auf gewagte und sinnliche Weise zeigt, dass Sex und Köpfchen möglich sind. Weiterlesen
Erotischer Film: Shortbus
Der Erotische Salon zeigt den Film Shortbus im Kino Moviemento in Berlin.
Zum Inhalt: Sofia hat zwar nicht die geringste Ahnung von Sex und Liebe, arbeitet aber trotzdem als Beziehungsberaterin. Nun sucht sie selber Rat und wird fündig in dem Sexclub “Shortbus”, wo ihr unter anderem die junge Domina Severin die Flötentöne beibringt. Auch das schwule Pärchen Jamie und Jamie will besseren Sex . Ihnen hilft der Hobbysänger Ceth mit einem flotten Dreier. Alle fünf werden beobachtet von Voyeur Caleb.
Termin:
19. Oktober 2010, 20 Uhr
Ort: Kino Moviemento, Kottbusser Damm 22, 10967 Berlin (U8-Schönleinstr.)
Kartenreservierung auf der Website des Kinos.
Ablauf des Abends:
Vor jedem Film geben die Salonveranstalter eine Einführung in die Hintergründe und Bedeutung des Films. Nach der Aufführung können die Gäste im Wintergarten des Kinos Moviemento in gewohnter Salonmanier miteinander ins Gespräch kommen.
Zur Unterstützung einer anregenden Gesprächsatmosphäre spendiert Sensatonics seine anregenden Pflanzenliköre!
5. Pornfilmfestival in Berlin
Das Pornfilmfestival Berlin feiert in diesem Jahr sein 5-jähriges Bestehen. Am letzten Oktoberwochenende (28.-31.10.2010) wird im Kino Moviemento in Berlin-Kreuzberg ein vielfältiges Programm voller lustvoller, witziger, ungewöhnlicher, experimenteller, gewagter und kunstvoller Filme rund um Erotik und Sexualität präsentiert. Weiterlesen

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