Dating-Kolumne: Lass uns keine Freunde bleiben

Samstag, Mai 11, 2013 @ 08:05 PM  Redaktion stk

Er küsste mich zärtlich auf die Stirn. Ich wünschte, er hätte sich für meinen Mund entschieden. Das ist ein Abschied, dachte ich, und war den Tränen nahe. Es war der Abschied von einer Vorstellung, an der ich in Gedanken lange Zeit festgehalten hatte. Vielleicht zu lange? Männer und Frauen können keine Freunde sein, sagt man. Doch das waren wir. Monatelang trafen wir uns zum Biertrinken, redeten hitzig über Politik und Liebe, teilten uns die letzte Zigarette und stellten uns dabei nie in Frage. Wir waren Freunde und wollten es auch bleiben. Bis zu dem Tag, an dem ich ihn mit anderen Augen sah. Weiterlesen

Interview mit Autorin Jutta Profijt zu “Blogging Queen”

Donnerstag, Januar 24, 2013 @ 10:01 AM  Redaktion kth

Sie hat bereits diverse Romane geschrieben und wurde 2010 in der Sparte: bester deutschsprachiger Kriminalroman für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Jutta Profijt ist insbesondere für ihre spannenden Krimis bekannt. 2011 hat sie hingegen einen Roman veröffentlicht, der sich mit Frauen, Mode und Blogs befasst. Unter dem Titel Blogging Queen schuf sie eine Geschichte, die die Beweihräucherungsversuche von Bloggern in der Modebranche näher beleuchtet. Im Interview verrät sie, was sie von Mode hält und warum Konformität nicht besonders attraktiv ist. Weiterlesen

Die Belanglosigkeit der Verführung – Erfahrungsbericht eines Frauenhelden

Freitag, Juni 29, 2012 @ 03:06 PM  Redaktion kth

Die Damenwelt hat sich sicherlich schon mehrmals gefragt, was in einem Frauenhelden vor geht. Wie ticken die Männer, die Frauen en masse verführen? Ist da eventuell mehr als nur Trieb?

In genau dieser Erwartung führt LeserIn sich Atilla Oener‘s Buch „Unwiderstehlich. 33 herrlich unanständige Verführungen eines Frauenhelden“ zu Gemüte. In diesem Erfahrungsbericht bringt der 35-jährige 33 tatsächliche Geschichten auf Papier, wie er mit Frauen ins Bett (oder anderswo hinein) gehüpft ist. Der gebürtige Duisburger eröffnet sein Buch mit zahlreichen Synonymen und Attributen des Wortes Frau. Frau gleich weiblich, empfangend, passiv, feucht, dunkel, Gemahlin, Mutter, Schatten, Yin etc., etc.

Schon am Anfang bleibt unklar wohin er damit will. Will er auf die Komplexität einer Frau hinweisen? Richtig deutlich wird sein Anliegen nicht.

Zugegeben, zunächst lesen sich die ersten Geschichten abenteuerlich, aufregend, prickelnd und vor allem zügig. In wenigen Seiten ist man beim nächsten Abenteuer. Der Einstieg in die Geschichten erfolgt oft so schnell, dass es keine Zeit hergibt tiefer in sie einzutauchen. Bumm, eine Frau hier. Bumm, die nächste Frau da. Kaum hat man sich mit einer Geschichte befasst, steckt man schon in der nächsten.

Diese Rastlosigkeit zieht sich bis zum bitteren Ende. Die letzten Geschichten lesen sich eher willkürlich denn aufregend.

Das ist etwas schade, denn wenn er sie wirklich alle so erlebt hat, sind manche davon mehr als filmreif. Leider weiß LeserIn bereits nach dem Titel, wie jede Geschichte endet – Sex. Häufiger wünscht man sich mehr Spannung oder ein anderes Ende. Selbst in der Geschichte, in der er seiner Mutter verspricht zu fasten beziehungsweise asketisch zu sein, kann er nicht widerstehen.

Eigentlich sollte man meinen, beim Thema Verführung käme keine Langeweile auf, aber 33 Geschichten sind einfach zu viel. Es entsteht eine gewisse Belanglosigkeit, wodurch die Besonderheit jeder einzelnen Erfahrung verloren geht. Vielleicht will er dies damit auch betonen? So richtig klar wird es nicht. Die Absätze, in denen er reflektiert, sind zu kurz und zu rar. Es ist schwierig seine Persönlichkeit einzuschätzen. Nur einzelne Erlebnisse, wie beispielsweise seine Freiheitsfahrt auf der Autobahn gewähren subtilere Einblicke in den Charakter.

Wenn er doch schon so viele sinnverwandte Begriffe für Frauen findet, wieso lässt er es nicht zu, dass LeserIn sich auch ein semantisches Feld an Assoziationen aufbauen kann?

Am Ende des Buches fühlt sich eher LeserIn im Stich gelassen – kein Fazit, kein Ausblick, keine Perspektive. Alles was bleibt, ist die Erinnerung an ein bis zwei aufregende Sexgeschichten. Sein Erfahrungsbericht lässt mehr Tiefe wünschen, aber unterhaltend ist er trotzdem.

33 herrlich unanständige Verführungen eines Frauenhelden
248 Seiten, Taschenbuch, 9,95 EUR (D)
ISBN 978-3-86265-127-6, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2012

Hier könnt ihr ein Interview mit Atilla Oener lesen

Buchcover: 33 herrlich unanständige Verführungen eines Frauenhelden (c) Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag

off

Liebe durchs Hintertürchen: Sepp der Sexbesessene Teil 3

Freitag, März 18, 2011 @ 11:03 AM  Redaktion stk

Mister AusichtslosHier Teil 1 und Teil 2 lesen…

Ich rufe Daniela an und erzähle von Sepp. Sie sagt, das erinnere sie an Olaf, einen Typen, der sie ständig dazu nötigen wollte, bis zum Ende zu blasen, sprich, dass sie ihn in ihren Mund kommen ließe. Aber dazu muss sie einen Mann schon verdammt gern haben, und das war bei ihm noch nicht der Fall – sie kannten sich noch nicht so lange und er hielt sie auch ein bisschen auf Abstand. Übel genug, dass Olaf sie immer wieder drängte und ihr Nein nicht akzeptierte – doch er setzte noch eins drauf, indem er androhte: “Es gibt genug Frauen, wo ich das kriegen kann…” Weiterlesen

off

Liebe durchs Hintertürchen: Sepp der Sexbesessene Teil 2

Mittwoch, März 16, 2011 @ 08:03 AM  Redaktion stk

Mister AusichtslosHier Teil 1 lesen…

Schon am nächsten Morgen rief er mich aus dem Büro an: „Wie geht´s dir?“

„Ich konnte nicht schlafen, ich war aufgewühlt.“

„Wieso?“

„Normalerweise hat man ja beim ersten Mal eher Blümchensex, und bei uns ging´s gleich so ab…“

“Wieso, was war da anders als bei Blümchensex?”

Ich fragte mich: Wenn diese turbulente Zweieinhalb-Stunden-Nummer für ihn Blümchensex war, was ist dann für ihn heißer Sex? Orgien, Sperma-Sauereien, SM-Spielchen? Ich fühlte mich jetzt schon etwas unter Leistungsdruck. Weiterlesen

off

Liebe durchs Hintertürchen: Sepp der Sexbesessene Teil 1

Dienstag, März 15, 2011 @ 08:03 AM  Redaktion stk

Mister Ausichtslos

Aus: “Mister Aussichtslos – 12 Männertypen, die Sie sich sparen können“, dem neuen Buch von Partnerschaftsberaterin und Erfolgsautorin Beatrice Poschenrieder:

——–

„Hast du morgen Zeit für mich? Ich würde dich gern verwöhnen, streicheln, massieren…” Eigentlich ja sehr schön, aber ich fühle mich jetzt schon unwohl bei der Vorstellung, dass ich ständig seine vorwitzigen Hände abwehren muss, besonders an einer Stelle…

Komisch, ich hatte zuerst gedacht, Sepp wäre so ein lieber harmloser Typ, von dem ich nichts befürchten muss, weder gebunden noch reich noch schön, weder neurotisch noch sonstwie verkorkst durch böse Erfahrungen oder so, denn er ist erst 25 und kommt vom Lande, aus dem Schwarzwald, ist erst seit vier Wochen in Berlin. Na gut, vor zehn Tagen in der Shopping-Galerie war er gar nicht schüchtern gewesen, hatte mich offen angeguckt und angesprochen. Aber mir gefiel die freche Art, wie er mir Komplimente machte und wie er mich dringlich um ein Wiedersehen bat. Okay, späüter im Café tätschelte er auch meinen Po, sagte geradeheraus, dass er gerne mit mir herumknutschen würde (was ich lachend ablehnte), und küsste mich zum Abschied herzhaft auf den Mund, das fand ich alles ein bisschen dreist, doch ich schrieb´s seinem jugendlichen Überschwang und den Bieren zu. Weiterlesen

off

Dirty Girl: 33 Geschichten aus Marie Sommers Bett und Herz

Freitag, Juli 9, 2010 @ 11:07 AM  Redaktion stk

Marie Sommer Dirty GirlFrech, sexy und hemmungslos ehrlich: In ihrem kürzlich erschienenen Buch “Dirty Girl” lässt uns Marie Sommer mit 33 authentischen Geschichten an ihrem Sex- und Liebesleben teilnehmen. Mit viel Humor und Selbstironie plaudert sie über ihre eigene sexuelle Entwicklung und ihre Erfahrungen mit Männern und den dazugehörigen Enttäuschungen und Hochgefühlen. Dabei offenbart sie als “ganz normales Mädchen” was bei weiblichen Wesen im Kopf, im Herzen und in tieferen Regionen vorgeht. Vom ersten Kuss über das erste Mal bis hin zum hemmungslosen Supersex berichtet die Autorin von ihren Erlebnissen mit dem anderen Geschlecht. Im Interview mit missima verrät sie, warum ein bisschen “Männerschlamassel” ganz gut sein kann und was eine gute Liebhaberin ausmacht. Weiterlesen

off