Was Frauen über Blasenentzündung wissen sollten

Donnerstag, April 5, 2012 @ 01:04 PM  ak

Blasenentzündung erwischt jede zweite Frau einmal in Leben, 15 Prozent kämpfen sogar einmal im Jahr gegen die Beschwerden: Ständig zur Toilette, Brennen beim Wasserlassen und Schmerzen im Unterleib. Die so genannte Zystitis lässt sich zwar gut behandeln, oft ist aber ein Antibiotikum nötig, um sie wirklich loszuwerden. Vor allem aber zur Prävention und zur unterstützenden Therapie hält die Natur einige Mittelchen bereit, die Linderung versprechen. Deshalb verraten die Experten des Gesundheitsportals DocJones ein paar interessante Fakten zur Blasenentzündung und geben Tipps, wie man mit Hilfe der Natur schnell wieder gesund wird.

Was ist Blasenentzündung eigentlich?

Die Blasenentzündung (Zystitis) gehört zu den unteren Harnwegsinfektionen. Im Regelfall wird sie durch Bakterien der Darmflora verursacht, die die Harnröhre hinaufklettern. Da Männer eine längere Harnröhre besitzen, sind sie im Gegensatz zu Frauen nur selten betroffen. Auf diese Krankheitserreger reagiert der Körper mit einer Entzündung, d.h. mit einer vermehrten Durchblutung und Schwellung der Harnblasen-Schleimhaut. Meist ist eine Blasenentzündung harmlos, sie sollte aber keinesfalls verschleppt werden. Steigt sie in die Nieren auf, kann sie sich auf andere Organe ausweiten und im Ernstfall zu einer gefährlichen Blutvergiftung führen.

Was sind die Ursachen?

Honeymoon-Krankheit – so wird die Blasenentzündung bei jungen, sexuell stärker aktiven Frauen genannt. Der Grund dafür ist, dass häufiger Sex – insbesondere mit einem neuen Partner – die Schleimhäute reizt und Bakterien dadurch ein leichtes Spiel haben. Ein erhöhtes Risiko besteht außerdem, wenn das Immunsystem, zum Beispiel durch Stress oder die häufige Einnahme von Medikamenten, geschwächt ist. Hormonelle Veränderungen, etwa in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren, können ebenfalls eine Zystitis begünstigen.

Wie sollte man eine Blasenentzündung behandeln?

Trinken, trinken, trinken! Und zwar mindestens drei bis vier Liter Wasser oder ungesüßten Tee. Nur so können die Bakterien ausgespült werden. Außerdem sollte man sich Ruhe gönnen und den Unterleib warm halten. Sobald sich der Urin rötlich färbt oder das Wasserlassen sehr schmerzhaft wird, sollte man dringend einen Arzt aufsuchen.

Welche pflanzlichen Wirkstoffe helfen besonders?

Linderung versprechen Bärentraubenblätter, denn sie entfalten eine antibakterielle Wirkung im Harntrakt. Liebstöcklwurzel und Kapuzinerkressenkraut hingegen wirken entwässernd. Ein wahres Multitalent ist die Goldrute: Sie ist harntreibend, hilft gegen Entzündung, kann Krämpfe lösen und sogar den Schmerz hemmen. Die meisten Heilkräuter gibt es als Tees sowie in Kapsel oder Tablettenform. Doch auch bei Pflanzenarzneien sollten die Einnahmevorschriften bedacht werden. Ausführlich Informationen hierzu finden sich bei DocJones .

Was kann man vorbeugend tun?

Warm anziehen. Lieber auch im Sommer mal die Wollsocken rausholen und besser nicht auf kalten Steinböden sitzen. Kälte ist Gift für die Blase. In den letzten Jahren wird häufig Cranberry als erstes Mittel zur Prävention von Blasenentzündung empfohlen: Cranberrys enthalten – genau wie die heimische Preiselbeere – antioxidative Stoffe, welche die Anheftung von Bakterien an den Schleimhäuten verhindern sollen. Ob man Cranberry als Saft trinkt oder als Marmelade auf das Brötchen schmiert, ist dabei ganz egal. Ein wichtiger Tipp für Frischverliebte: Erst einmal Kondome verwenden, da sie neben anderen Krankheiten auch Blasenentzündung verhindern können. Wer außerdem nach dem Sex auf die Toilette geht, kann seine Flitterwochen sicherlich in vollen Zügen genießen.

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Foto: sxc.hu, cillenj

2 Kommentare zu “Was Frauen über Blasenentzündung wissen sollten”

  1. Leser sagt:

    Die einfachsten Dinge werden oft vergessen: Thymian. Findet sich im im Gegensatz zu Bärentraubenblättern in jedem auch nur halbwegs gut sortierten Gewürzregal und ist ein hervorragendes Antibiotikum. Und ein ebenso hervorragender Schleimlöser bei Husten.
    Wenn meine Katzen sich Blasenentzündungen zuziehen (was bei denen die Mädels wie bei uns Menschen öfter mal schaffen), ist das mit Thymian immer ganz schnell erledigt, meist schon nach der ersten Gabe nahezu symptomfrei..
    Für uns Menschen: 5-6 Tage am Stück (die üblichen Antibiotika-Regeln, um Resistenzen zu vermeiden) eine ordentliche Portion entweder als Tee oder gleich einen Löffel voll mit Flüssigkeit runterspülen. Kostet etwas Überwindung, aber so bekommt man die größte Menge an Inhaltsstoffen ab.

    Und zur Krampflösenden Wirkung der Goldrute: Hinter Krämpfen steckt sehr oft ein Magnesiummangel. Den zu beheben ist sinnvoller als an den Symptomen herumzukratzen.

  2. jjjjh sagt:

    Meine Ex-Freundin hatte erhebliche Probleme mit Blasenentzündungen, besonders, wenn wir viel Sex hatten. Eher frustrierend, versteht sich.

    Das einzige was nachhaltig geholfen hat und das Auftreten von mehrmals-jährlich auf fast-gar-nicht-mehr reduziert hat war der folgende:

    Spätestens 60 Minuten nach den Geschlechtsverkehr, die Toilette aufsuchen. Sprich “durchspülen”. Ggf mit einem halben Liter Wasser/Tee oder einem Bier beim Harndrang nachhelfen. Wird viel zu selten erwähnt im dem Zusammenhang.